Schreibtischstühle

Der Schreibtischstuhl ist ein unverzichtbares Zubehör in jedem Büro. Auch am heimischen Schreibtisch erfreuen sich die flexiblen Sitzgelegenheiten großer Beliebtheit. Mit Rollfüßen und einer drehbaren Achse sorgt der Bürostuhl für einen effizienten Arbeitsablauf und steigert somit die Leistungsfähigkeit. Um den langen Sitzzeiten gerecht zu werden, muss der Bürostuhl besondere Anforderungen an Bequemlichkeit und Ergonomie erfüllen. Individuelle Anpassungsmöglichkeiten, eine auf gesunde Körperhaltung ausgerichtete Sitz- und Rückenfläche sowie eine ausreichende Polsterung sind daher unabdingbare Merkmale eines guten Schreibtischstuhls.
Erfunden wurde der Bürostuhl von Charles Darwin. Um schneller von seinem Schreibtisch zu seiner umfangreichen Präparatesammlung gelangen zu können, versah er seinen Arbeitsstuhl mit Rollen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hielt der nunmehr um eine drehbare Achse erweiterte Schreibtischstuhl Einzug in die Büros der aufstrebenden Eisenbahngesellschaften. Ein weiterer Verfechter des Bürostuhls war Otto von Bismarck, der seinerzeit das preußische Parlament mit den rollenden Sitzmöbeln ausstatten ließ. Richtig populär wurde der Schreibtischstuhl jedoch erst in den 1960ern. Zu dieser Zeit erhielt das Arbeitsmöbel auch seine endgültige Form mit höhenverstellbarer Sitzfläche und nachgebender Rückenlehne.
Für die ordnungsgemäße Form und Verarbeitung der Stühle sorgt heute die europäische Bürostuhlnorm DIN EN 1335 1-3. Mehrere medizinische Studien haben jedoch gezeigt, dass die in dieser Richtlinie vorgesehen Form des Bürostuhls auf Dauer zu Schädigungen an der Wirbelsäule und am Bewegungsapparat führen kann. Einige Hersteller bieten deshalb sogenannte Sattelstühle an, bei denen die Sitzfläche nach oben gewölbt ist. Besonders ergonomische Bürostühle verfügen zudem über eine einstellbare Lordosenstütze. Diese passt die Rückenlehne an die natürliche Krümmung der menschlichen Wirbelsäule an und garantiert somit eine entspannte und gesunde Sitzhaltung.